In Kassel unterscheiden sich die Baugrundverhältnisse selbst innerhalb weniger hundert Meter oft erheblich – was man im Osten der Stadt an tragfähigem Muschelkalk antrifft, kann im Westen, etwa in Richtung Baunatal, rasch in ausgedehnte Auelehme übergehen. Genau hier setzt eine sorgfältige bodenmechanische Untersuchung an: Sie liefert die belastbaren Kennwerte, mit denen Statiker, Tragwerksplaner und ausführende Firmen wirklich rechnen können. Wir kombinieren dabei Feldaufschlüsse wie die SPT-Bohrung mit einer laborseitigen Korngrößenanalyse, um das mechanische Verhalten des anstehenden Bodens in Kassel präzise zu beschreiben und Überraschungen im Bauablauf auszuschließen.
Eine fundierte bodenmechanische Untersuchung ersetzt Annahmen durch belastbare Kennwerte – und bewahrt Bauherren in Kassel vor teuren Nachgründungen.

Leistungsmerkmale in Kassel
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Lokale geotechnische Bedingungen in Kassel
Kassel liegt im Bereich der nordhessischen Senkungszone, wo tertiäre Tone und Tonsteine in Wechsellagerung mit Sanden und eingeschalteten Braunkohleflözen auftreten. Diese geologische Konstellation bringt zwei spezifische Risiken mit sich: Zum einen neigen die Tone bei Wasserzutritt zu erheblichem Festigkeitsverlust, zum anderen können in den sandigeren Horizonten Setzungsdifferenzen auftreten, die schon bei geringer Zusatzlast kritisch werden. Ohne eine detaillierte bodenmechanische Untersuchung bleibt das Verformungsverhalten des Untergrunds unklar – eine gefährliche Lücke, wenn das Bauwerk später Risse zeigt oder die Abdichtung versagt. Besonders im Bereich der Fuldaaue, wo mit organischen Weichschichten zu rechnen ist, sichert die bodenmechanische Untersuchung die wirtschaftlichste Gründungsvariante ab und verhindert, dass Bauzeitpläne durch unerwartete Bodenaustauschmaßnahmen kippen.
Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum im Bereich bodenmechanische Untersuchung in Kassel deckt die gesamte Kette von der Feldarbeit bis zum prüffähigen Gutachten ab.
Laborversuche nach DIN
Wir führen das komplette Spektrum klassifizierender und mechanischer Laborversuche durch – von der einfachen Dichtebestimmung über den Ödometerversuch bis zum konsolidierten, drainierten Triaxialversuch. Die Probenvorbereitung erfolgt nach DIN EN ISO 17892, die Auswertung liefert Kennwerte für Steifigkeit, Scherfestigkeit und Konsolidierungsverhalten.
Geotechnischer Bericht mit Gründungsberatung
Auf Basis der Feld- und Laborergebnisse erstellen wir einen geotechnischen Bericht nach DIN 4020, der die Homogenbereiche ausweist, charakteristische Bodenkennwerte tabellarisch zusammenfasst und eine wirtschaftlich optimierte Gründungsempfehlung für das konkrete Bauvorhaben in Kassel enthält.
Häufige Fragen
Was kostet eine bodenmechanische Untersuchung in Kassel?
Die Kosten richten sich nach Aufschlussverfahren, Probenanzahl und Laborumfang. Für ein typisches Einfamilienhausprojekt mit zwei Kleinbohrungen und Standard-Laborversuchen bewegt sich der Preisrahmen zwischen €2.730 und €5.430. Größere Projekte mit Sondierungen und erweitertem Versuchsprogramm liegen entsprechend höher.
Wie viele Aufschlusspunkte sind in Kassel erforderlich?
Die DIN 4020 gibt Mindestabstände in Abhängigkeit von der Baugrundhomogenität vor. In den heterogenen geologischen Verhältnissen Kassels – etwa beim Übergang von Fuldaaue zu Hanglagen – sind oft drei bis fünf direkte Aufschlüsse sinnvoll, ergänzt durch schwere Rammsondierungen zur flächigen Abgrenzung.
Welche Normen gelten für die bodenmechanische Untersuchung?
Maßgeblich sind die Eurocode-7-Reihe (DIN EN 1997-1 und -2) sowie die DIN 4020 für den geotechnischen Bericht. Laborseitig arbeiten wir nach DIN EN ISO 17892, die Probenentnahme folgt der DIN EN ISO 22475-1.
Kann die Untersuchung auch während laufender Erdarbeiten erfolgen?
Ja, begleitende bodenmechanische Untersuchungen sind möglich, etwa zur Überprüfung der Verdichtung oder zur Bestätigung der angenommenen Bodenkennwerte. Idealerweise liegt jedoch ein vollständiges Baugrundgutachten vor Beginn der Tiefbauarbeiten vor, um Verzögerungen im Bauablauf zu vermeiden.
Welche Geräte setzen Sie bei der Felduntersuchung ein?
Wir arbeiten je nach Fragestellung mit schwerer Rammsonde DPH, CPT-Elektrosonde oder SPT-Bohrgestänge. Für die Probennahme in bindigen Böden verwenden wir dünnwandige Stahlentnahmezylinder, die eine weitgehend ungestörte Probe für den Triaxial- oder Ödometerversuch liefern.