Kassel
Kassel, Germany

Seismische Tomographie (Refraktion/Reflexion) in Kassel – Baugrund präzise erkunden

Kassel liegt in einer tektonisch moderaten Zone, doch die heterogene Geologie mit Basaltkuppen, Tonsteinen und Lockergesteinen des Kasseler Beckens erfordert exakte Vorerkundung. 2023 registrierte das HLNUG für Nordhessen über 40 seismische Kleinereignisse. Unsere seismische Tomographie liefert bei Tiefen bis 80 m ein klares Bild des Untergrunds. Wir setzen Refraktions- und Reflexionsmessungen ein, um Schichtgrenzen, Verwitterungszonen und RQD-Indikatoren zu kartieren. Das ist kein theoretisches Verfahren, sondern eine Entscheidungsgrundlage für jede Baugrube in Hanglage oder im Auebereich der Fulda.

Seismische Tomographie reduziert das Risiko unerkannter Schwächezonen im Baugrund auf nahezu null.

Leistungsmerkmale in Kassel

In Kassel sehen wir oft, dass Schichten mit stark variierendem Verwitterungsgrad direkt nebeneinander liegen. Eine Korngrößenanalyse ergänzt dann die seismischen Geschwindigkeitsmodelle, wenn es um die bodenmechanische Klassifikation geht. Wir arbeiten mit 24-Kanal-Seismik und 4,5-Hz-Geophonen. Die Auslage wird je nach Zieltiefe zwischen 55 und 140 m konfiguriert. Die Datenverarbeitung erfolgt mittels TomoTime-Software und liefert ein 2D-P-Wellenmodell. In der Reflexionsvariante ermöglicht die Stapelung eine detailgenaue Abbildung von Diskontinuitäten. Die Ergebnisse werden als DV-Layer für BIM-Modelle exportiert.
Seismische Tomographie (Refraktion/Reflexion) in Kassel – Baugrund präzise erkunden
Seismische Tomographie (Refraktion/Reflexion) in Kassel – Baugrund präzise erkunden
ParameterTypischer Wert
MethodenRefraktion (P-Welle), Reflexion (SH-Welle)
Maximale Erkundungstiefebis 80 m (Refraktion), bis 120 m (Reflexion)
Geophonabstand2 m / 5 m (projektabhängig)
AnregungsquelleFallgewicht 50 kg, beschleunigt
DatenformatSEG-Y, ASCII XYZ, BIM-kompatibel
Normative GrundlageDIN 18202, DIN EN 1997-2

Lokale geotechnische Bedingungen in Kassel

DIN EN 1997-2 verlangt für die Baugrunderkundung eine Beschreibung der Steifigkeit und der Diskontinuitäten. In Kassel ist das besonders relevant, weil verkarstungsfähige Zechstein-Gipse im Untergrund anstehen können. Subrosion ist hier kein theoretisches Risiko, sondern dokumentierte Realität. Ein reines Bohrprogramm verfehlt solche Strukturen häufig. Die seismische Tomographie deckt Auflockerungszonen, Erdfälle und laterale Wechsel in der Scherwellengeschwindigkeit auf. Das schützt vor ungeplanten Mehraufwendungen bei der Tiefgründung und ist für Standsicherheitsnachweise unverzichtbar.

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Anwendbare Normen: DIN EN 1997-2:2010-10 – Erkundung und Untersuchung des Baugrunds, DIN 18202 – Toleranzen im Hochbau, DGGT-Empfehlung Nr. 10 – Seismische Verfahren

Unsere Leistungen

Unser Leistungsspektrum für die seismische Erkundung in Kassel umfasst folgende Module:

Seismische Refraktionstomographie

Ermittlung der P-Wellengeschwindigkeit zur Bestimmung der Lagerungsdichte und des Verformungsmoduls. Ideal für Baugruben, Dammplanung und die Erkundung von Verwitterungsprofilen.

Seismische Reflexionsmessung

Hochauflösende Abbildung tieferer Schichtgrenzen und Störungszonen. Anwendung bei Brückenbauwerken, Tunnelprognosen und der Erkundung von Subrosionsstrukturen.

Integrierte Geotechnik-Auswertung

Zusammenführung der seismischen Daten mit Bohrprofilen und Laborwerten zu einem konsistenten Baugrundmodell. Exportfähig als BIM-Datensatz. Mehr Info.

Häufige Fragen

Abdeckung in Kassel